C:\>_BrickDOS v1.0
24.05.1993 14:25

LEGO / ORIGINALMODELL

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Pantasy 85005

Die Basis von BrickDOS: Pantasy 85005 – ein erstaunlich detaillierter 90er-Jahre-PC aus 1.634 Klemmbausteinen.

Das Pantasy-Set bildet einen kompletten klassischen Desktop-PC mit Rechner, CRT-Monitor, Tastatur und Maus nach. Dabei bleibt es nicht bei einer einfachen Fassade: Das Gehäuse lässt sich öffnen und gibt den Blick auf ein detailliertes Innenleben mit Mainboard, Grafikkarte, CPU-Kühler und weiteren Komponenten frei.

Auch außerhalb des Gehäuses steckt einiges an Spielerei im Modell: Es gibt Disketten und CDs, ein zu öffnendes CD-Laufwerk, drehbare Lüfter und austauschbare Monitorbilder – darunter natürlich auch eine passende Minesweeper-Darstellung.

Genau diese Mischung aus Retro-Optik und überraschend detailliertem Aufbau machte das Set zur idealen Grundlage für BrickDOS. Das ursprüngliche Modell sollte dabei möglichst erkennbar bleiben – nur dass sich hinter der Fassade anschließend ein tatsächlich funktionierender Computer verbirgt.

PANTASY.COM > RETRO 90S PC 85005 ↗
Pantasy 85005 im Originalzustand vor dem Umbau zu BrickDOS

FOTO: Pantasy 85005 im Originalzustand

Bausteine: 1634 Abmessungen: 18,9 × 20 × 24 cm Aufbauzeit: 5–6 h Set-Nr.: 85005
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UMBAUTEN

Aus Modell wird Hardware.

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Lautsprecher

Ein Detail fiel während der Entwicklung erstaunlich spät auf: Das ursprüngliche Pantasy-Modell besitzt keine Lautsprecher. Spätestens bei den ersten gestarteten Spielen wurde damit klar, dass BrickDOS zwar ein Bild, aber noch keinen Ton hatte.

Als pragmatische Lösung kamen zunächst zwei kleine, per USB versorgte Lautsprecher zum Einsatz. Damit stellte sich direkt die nächste Frage: Wie lassen sie sich so integrieren, dass sie optisch zum restlichen Aufbau passen?

Dafür entstanden zwei eigene Gehäuse aus LEGO-Steinen. Mit etwas Glück passten die gekauften Lautsprecher nahezu millimetergenau in die verfügbare Konstruktion. So wurden aus zwei einfachen USB-Lautsprechern schließlich passende Erweiterungen für den BrickDOS-Aufbau.

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Der Monitor wird zum Rechner

Eine der ersten grundlegenden Entscheidungen des Projekts war die Frage, wo die eigentliche Hardware von BrickDOS untergebracht werden sollte: im PC-Gehäuse oder direkt im Monitor.

Die technisch authentischere Variante wäre gewesen, den Rechner tatsächlich im PC-Gehäuse unterzubringen und das Bild anschließend per Kabel zum Monitor zu übertragen. Gleichzeitig hätte diese Lösung den Aufbau jedoch deutlich komplexer gemacht. Zusätzliche Verkabelung, begrenzter Bauraum und mehrere noch ungelöste Detailfragen hätten den Aufwand erheblich erhöht.

Der Monitor bot dagegen einen entscheidenden Vorteil: Nachdem die ursprüngliche Bewegungsmechanik für die wechselbaren Bildschirmmotive entfernt worden war, stand im Inneren überraschend viel Platz zur Verfügung. Damit war schnell klar, dass sich hier nahezu die gesamte Technik unsichtbar unterbringen ließ.

Nach längerer Suche fanden sich schließlich zwei geeignete Displays, deren Abmessungen nahezu exakt der Aussparung entsprachen, in der beim Originalmodell die bedruckten Bildschirmkarten eingesetzt wurden. Beim späteren Zusammenbau ergab sich ein weiterer glücklicher Zufall: Auch die Treiberplatine des Displays passte nahezu millimetergenau in das vorhandene Gehäuse.

Der Innenaufbau entstand anschließend schrittweise. Zunächst wurden Display und Treiberplatine positioniert, danach kamen Raspberry Pi und Spannungsversorgung hinzu. Sämtliche Halterungen und Aufnahmen wurden dabei aus LEGO gebaut – mit den Steinen und Teilen, die sich im heimischen Bestand finden ließen.

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VERGLEICH

Vorher / Nachher

BEFORE
Pantasy 85005 im Originalzustand vor dem Umbau zu BrickDOS
Der ursprüngliche Aufbau als reines Display-Modell.
AFTER
BrickDOS nach dem vollständigen Umbau zum funktionierenden Retro-PC
BrickDOS mit Display, Rechentechnik und funktionierendem Retro-System.
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ERFAHRUNGEN

Erkenntnisse und Verbesserungen

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Display

Eine der größten Herausforderungen war es, überhaupt ein geeignetes Display für den vorhandenen Monitor zu finden. Ziel war es, die ursprüngliche Konstruktion möglichst wenig verändern zu müssen – entsprechend eng waren die Vorgaben bei den Abmessungen.

Umso erfreulicher war das Ergebnis: Das schließlich verwendete Display fügt sich nicht nur in der Breite, sondern auch in der Höhe nahezu perfekt in die vorhandene Öffnung ein. Dadurch entstehen praktisch keine zusätzlichen Balken und es werden keine relevanten Bereiche des Bildes verdeckt.

Hier zeigt sich, wie stimmig Pantasy die Proportionen des ursprünglichen Monitors umgesetzt hat: Bei passender Breite ergibt sich auch für ein 4:3-Display ein sehr passendes Seitenverhältnis.

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Passgenauigkeit

Dass sich ein passendes Display nahezu ohne sichtbaren Umbau in den Monitor integrieren ließ, war ein großer Glücksfall und trägt wesentlich dazu bei, dass das fertige System seine ursprüngliche Optik behalten konnte.

Auch beim weiteren Innenausbau ergaben sich überraschend viele passende Abmessungen. Vor allem die Treiberplatine, aber auch Raspberry Pi, Spannungsversorgung und weitere Komponenten ließen sich sehr präzise zwischen LEGO-Steinen positionieren und fixieren.

Ähnlich viel Glück gab es bei den zusätzlich gekauften USB-Lautsprechern: Sie passen praktisch ohne Spiel in die dafür konstruierten LEGO-Gehäuse. Viele dieser Details waren vorher kaum planbar, haben am Ende aber einen erheblichen Anteil daran, dass der Aufbau so sauber wirkt.

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Verkabelung

Die Zahl der Kabel, die den Monitor verlassen, konnte auf das notwendige Minimum reduziert werden: die Spannungsversorgung sowie die Kabel zu den beiden Lautsprechern. Damit bleibt der Aufbau auch von außen vergleichsweise aufgeräumt und entspricht gleichzeitig recht gut dem Erscheinungsbild eines echten Rechners dieser Zeit.

Noch nicht vollständig zufriedenstellend ist allerdings die Kabeldurchführung. Dafür mussten einige Steine entfernt werden, sodass momentan eine einfache rechteckige Öffnung im Gehäuse verbleibt.

Eine passgenaue Durchführung – idealerweise mit einer festen Buchse oder einem passenden Steckverbinder – wäre hier eine der sinnvollsten späteren Verbesserungen.

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Lautsprecher

Die Gehäuse für die Lautsprecher wurden zunächst vollständig digital mit BrickLink Studio konstruiert. Die Software erlaubt nicht nur den virtuellen Aufbau mit LEGO-Steinen, sondern kann daraus auch direkt Bauanleitungen erzeugen. :contentReference[oaicite:0]{index=0}

Die Teilelisten lassen sich anschließend exportieren und als Grundlage für die Beschaffung verwenden. Geeignete Marktplätze und Shops sind beispielsweise BrickLink, BrickOwl oder Wobrick. BrickLink und BrickOwl sind Marktplätze für einzelne LEGO-Teile und Sets; Wobrick bietet unter anderem Bausteine für eigene MOC-Projekte an. :contentReference[oaicite:1]{index=1}

Seitdem sind mehrere weitere eigene Konstruktionen entstanden. Eine dabei gewonnene Erfahrung wiederholt sich allerdings erstaunlich zuverlässig: So gründlich ein Modell am Rechner geplant und die Teileliste kontrolliert wird – nach dem ersten realen Aufbau fehlt fast immer noch irgendein Teil oder eine kleine Änderung wird notwendig. Eine zweite Bestellung gehört daher inzwischen fast zum normalen Entwicklungsprozess.

C:\BRICKDOS> HARDWARE.EXE
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